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Franz
Dinnendahl wird als Sohn eines armen Mühlenpächters in Horst bei
Steele geboren. Zunächst arbeitet er als Viehhirte, kann aber bald
den Zimmermannsberuf erlernen und bringt es bis zum Meisterbrief.
Seine Begeisterung gilt seither der Technik. Sein außergewöhnliches
Talent auf diesem Gebiet kann er bald beweisen. 1803 baut er in Essen
die erste Dampfmaschine Deutschlands. Sie wird in England
vorgestellt. Diese Dampfmaschine wurde auf der Zeche Vollmond in
Bochum - Langendreher nach langen Versuchen in Betrieb genommen.
Die erste Dampfmaschine des Ruhrgebiets ist funktionstüchtig, die
Voraussetzung zur Kohlegewinnung im Tiefbau. So ist es möglich, an
die tiefer gelegenen Schichten zu gelangen, deren Fettkohle für die
Herstellung von Steinkohlenkoks geeignet ist. Ohne die Möglichkeit
mittels Dampfmaschinen das eindringende Wasser abpumpen zu können wäre
ein Abbau der Kohle nicht möglich gewesen. In den folgenden Jahren
bringt ihm seine Kompetenz bei Bau und Wartung von Dampfmaschinen
viele Aufträge der aufstrebenden Ruhrgebietswirtschaft. In der
Glanzzeit der Firma Dinnendahl beschäftigt er bis zu sechzig
Mitarbeiter. Dinnendahl ist zwar ein guter Techniker, doch fehlen ihm
kaufmännische Kenntnisse, um erfolgreich wirtschaften zu können.
Franz Dinnendahl stirbt 1826 völlig verarmt. Die Überreste der
Firmengebäude an der Westfalenstraße werden heute umgebaut und als Eigentumswohnungen verkauft.
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